Kommunikation
Kommunikation bildet die Grundlage für Vertrauen; Vertrauen entsteht insbesondere durch gezielte Kommunikation. Speziell in Krisensituationen ist es entscheidend, das Vertrauen der Bevölkerung, der Angehörigen und der unmittelbar Betroffenen durch gut organisierte Kommunikationsprozesse zu stärken.
Kommunikation ist ein vielschichtiges Instrument. Das bekannte Sprichwort „Man kann nicht nicht kommunizieren» verdeutlicht die allgegenwärtige Präsenz von Kommunikation – selbst in scheinbar stillen Momenten, beispielsweise wenn eine Person allein oder in der Natur verweilt, findet implizite Kommunikation statt. Sobald zwei Menschen aufeinandertreffen, beginnt ein Austausch, der sich über verbale Äusserungen, Mimik, Gestik, Kleidung und Körperhaltung manifestiert.
Hierbei ist zwischen aktiver und passiver Kommunikation zu unterscheiden: Aktiv bedeutet, bewusst in den Dialog zu treten, während passive Kommunikation unbeabsichtigt oder ungewollt geschieht – zum Beispiel, wenn man einer anderen Person begegnet, aber keinen Dialog sucht.
Im beruflichen sowie privaten Kontext sind Zeitpunkt und Art der Kommunikation oft ausschlaggebend. Betrachten wir dazu ein beispielhaftes Unternehmen mit etwa 100 Mitarbeitenden: Bei einem Wechsel an der Unternehmensspitze kündigt der neue CEO eine strategische Transformation von einer administrativen Organisation hin zu einem dienstleistungsorientierten Unternehmen an. Zur Umsetzung werden eine Strategiegruppe und externe Beratung hinzugezogen; der Prozess soll rund zwei Jahre in Anspruch nehmen.
Nach zehn Monaten Projektlaufzeit ist festzustellen, dass bislang keine fortlaufende Kommunikation zur neuen Strategie erfolgt ist. Veränderungen gehen häufig mit Unsicherheit und Angst einher: Mitarbeitende stellen Fragen zum Stellenabbau, zur Zukunft ihrer Aufgaben und zu ihren eigenen Kompetenzen für kommende Herausforderungen.
Die ausbleibende Information verstärkt diese Unsicherheiten, insbesondere bei Mitarbeitenden ausserhalb der Strategiegruppe. Es ist wesentlich, Beschäftigte rechtzeitig und kontinuierlich zu informieren, damit sie mental auf die bevorstehenden Veränderungen vorbereitet werden. Fehlende Transparenz kann beim Start der Umsetzungsphase zu erheblichen Widerständen führen.
Eine proaktive und regelmässige Kommunikation schafft Vertrauen, reduziert Unsicherheit und fördert die Akzeptanz im Transformationsprozess. Die Führungsaufgabe besteht darin, sowohl die strategischen Ziele transparent zu vermitteln als auch die Belegschaft aktiv einzubinden.
Wie kommunizieren und führen sie in der aktuellen Führungsrolle?